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Neues aus dem CVJM Sachsen

Mach' deinen Geist locker!

Unsere Referentin Sibylle Wilkening schreibt im Editorial des CVJM-Magazins 3/19

Im CVJM beschäftigen wir uns beim 175-jährigen Jubiläum mit unseren Grundwerten. Das Dreieck beschreibt die drei wichtigen Schwerpunkte im CVJM: »Leib, Seele und Geist«, wir wollen Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit ansprechen. In dieser Ausgabe geht es um den »Geist«. 

Geist wird in verschiedenen Sprachen unterschiedlich übersetzt: altgriechisch [Pneuma, Psyche]; lat. [Spiritus]; hebr. [Ruach] und franz. [Esprit]. Der Begriff wird in der Theologie, Psychologie und Alltagssprache verwendet. 

Von welchen Fähigkeiten sprechen wir, wenn wir den Geist des Menschen bedenken? 

Wir sprechen vom Wahrnehmen und Lernen sowie von sämtlichen Formen des Denkens wie z.B. Überlegen, Entscheiden, Planen oder Strategien verfolgen. Dazu finden wir vertiefende Aussagen auf den ersten Seiten des Magazins, z. B. wie Gott unserem Verstand begegnet. Bei der Programmierung von Robotern wird besonders deutlich, wie genial Gott den menschlichen Geist angelegt hat (S. 10). Doch manche Menschen können dieses Potential nicht selbständig entfalten. Hier liegt eine große Aufgabe vor unseren Füßen (S. 12/13). Auch ganz neue Herangehensweisen an Probleme wie z. B. »Design Thinking« (S. 14/15) werden in diesem Magazin beleuchtet.

Im hinteren Teil lesen wir, was uns in Sachsen beschäftigt hat. Die Konfifactory z. B. war ein besonderer Höhepunkt, auch der Freundeskreis mit seiner Gemeinschaftsstärkung. Weiter bewegt uns die Frage nach Neugründungen von CVJM-Vereinen, da wir in Sachsen missionarisch unterwegs sein wollen. Vielleicht ist es eine Möglichkeit für Dich, mit Deiner Idee Außenstehende mit einem CVJM Startup zu erreichen? 

Wenn unser Geist vom Heiligen Geist durchdrungen und erfüllt wird, welch eine Bereicherung wird das für unser Leben und unsere Grundwerte im CVJM sein! 

In diesem Sinne ein »geisterfülltes« Lesen.


Freundeskreis-Treffen in Chemnitz

"Wir werden alle älter - bei Jesus kannst du Jünger werden und bleiben!" Mit diesem Wortspiel begann unser stellvertretender Vorsitzender Ralf Gotter die Andacht zum Freundeskreistreffen am 8. Mai im Röhrsdorfer Park, Chemnitz. Mehr als 20 Senioren waren freudig der Einladung des Arbeitskreises "Freundeskreis" gefolgt.

Ralf Gotter sprach darüber, wie die ersten Jünger begannen, Jesus nachzufolgen. Dieser sagte damals zu Philippus: "Komm, folge mir nach." Das haben auch viele unserer älteren Freunde getan - sie haben ein Leben lang in ehrenamtlichen Diensten oder hauptamtlichen Funktionen den Weg bereitet, damit junge Menschen zu Jesus finden konnten. Diese Nachfolge geschieht immer in einer Gemeinschaft, die gepflegt werden muss. Man sah den Anwesenden an, wie gern sie miteinander im CVJM oder früher im Jungmännerwerk unterwegs gewesen waren. Kaum war die Andacht zu Ende und der Kaffee ausgeschenkt, da begann schon ein fröhliches "Geschnatter". Erinnerungen wurden ausgetauscht und gegenseitig nach dem derzeitigen Befinden gefragt. Man dachte dankbar an die, die schon in die Ewigkeit vorausgegangen waren und freute sich über jeden, der an diesem Kaffeetrinken teilnehmen konnte.

Nachdem die wichtigsten Neuigkeiten und Erinnerungen ausgetauscht waren, berichteten Ralf Gotter und Wolfgang Freitag von aktuellen Trends in Kirche und CVJM. Mit einem fröhlichen Lied ging der Nachmittag dann auch schon zu Ende. Das Verabschieden zog sich hin und man merkte: Solche Treffen sind unendlich wichtig, gerade für die, die aus Altersgründen nicht mehr an großen Veranstaltungen teilnehmen können. Deshalb auch ein dickes Dankeschön an die jüngeren Teilnehmer, die sich die Zeit genommen haben, den Älteren zuzuhören und sie wertzuschätzen. 

Die Seele des CVJM

Unsere Referentin Lydia Schädlich schreibt im Editorial des CVJM-Magazins 2/19:
"Wie geht es eigentlich deiner Seele?" – eine Frage, auf die ich spontan gar nicht so schnell eine Antwort parat hätte. Nichtsdestotrotz haben die Menschen zahlreiche Ideen, was der Seele gut tut, da fällt selbst mir sofort eine Menge ein. 

Dabei merke ich, dass ich mich eher selten frage, wie es meiner Seele geht. Vielleicht auch, weil das Wort »Seele« so schwer (be-)greifbar ist. Erst ein Mangel an Seelenpflege oder Seelsorge zeigt mir ein Ungleichgewicht auf, das sich oft dann auch in meiner körperlichen, geistigen und geistlichen Verfassung deutlich widerspiegelt. 

Dietrich Bonhoeffer verfasste einst dazu sehr eindrückliche Worte: "Du, Mensch, hast eine Seele; schau, daß du sie nicht verlierst, daß du nicht eines Tages vom Taumel des Lebens – des Beruflebens und des Privatlebens – erwachst – und sehen mußt, daß du innerlich hohl geworden bist, ein Spielball der Ereignisse, ein Blatt vom Winde hin- und hergetrieben und verweht – daß du ohne Seele bist. Mensch hab acht auf deine Seele; was sollen wir sagen von jener Seele: sie ist das Leben, das Gott uns gegeben hat; sie ist das, was Gott an uns geliebt hat, was er aus seiner Ewigkeit heraus angerührt hat, sie ist die Liebe in uns und die Sehnsucht und die heilige Unruhe und die Verantwortung und die Fröhlichkeit und der Schmerz, sie ist göttlicher Odem gehaucht in vergängliches Wesen. Mensch, du hast eine Seele." 

Doch was ist nun die Seele des CVJM? 
Keine einfache Frage. Auf jeden Fall gehört die Seele zum ganzheitlichen Ansatz des CVJM, nämlich sich um Seele, Geist und Körper der Menschen zu bemühen. Das war das Hauptanliegen des YMCA/CVJM-Gründers George Williams. Das vorliegende CVJM-Magazin ist das erste Heft von drei, die sich mit dieser Thematik beschäftigen wollen. 

Begonnen wird mit einer Begriffsbestimmung und schon dort wird deutlich, wie umfassend und zugleich schwer fassbar dieser Begriff ist. Was sind z. B. Seelenverwandte? Auf Seite 10 lesen wir von Sarah und Vladi, die sich als solche empfinden.

Wenn man in die Bibel schaut, wird es aber auch nicht einfacher, denn  sie liefert keine Definition. Aber es gibt Anhaltspunkte dafür, dass der Mensch aus verschiedenen "Bausteinen"​ besteht, von denen man einen als Seele bezeichnen kann. Der Arzt Robert Wilhelm aus Elbingerode findet dazu interessante Aspekte auf Seite 12/13.

Liest man dagegen auf Seite 6/7 die Schilderungen von Michael Götz, dem Generalsekretär des bayerischen Landesverbandes, dann versteht man schon besser, was die Seele des CVJM sein kann, nämlich packende Kinder- und Jugendarbeit.

Auf insgesamt 36 Seiten bekommt man ein Gefühl dafür, wie unterschiedlich und vielfältig die Seele des CVJM zum Ausdruck kommt, nicht zu letzt auch in Sachsen, wo wir ab Seite 28 vom TEN SING-Festival, der Seele des BRUNNEN e. V. oder dem neuen CVJM Lichtblick in Niederlauterstein lesen können - viel Spaß dabei!

P.S. Auf S. 32 ist eine kleine Panne passiert. Der Text von Ralf Gotter zum Spendenaufkommen bezieht sich auf das vergangene Jahr, die Zahlen jedoch dokumentieren das aktuelle Spendenaufkommen dieses Jahres bis zum 12. Februar.

Viel Glück und viel Segen

Mehr wert

Ein Vierzehnjähriger erfährt, dass sein Leben mehr wert ist. Er vertraut sich Gott an. Wenige Jahre, einen Umzug in eine Großstadt und den Start ins Berufsleben später teilt er mit vielen anderen jungen Männern Tisch, Unterkunft und Arbeitsplatz und zeigt ihnen auf eindrückliche Weise: Auch euer Leben ist mehr wert. Er kämpft um bessere Arbeitsbedingungen und ermutigt andere, sich mit ihrem Leben ebenfalls Gott anzuvertrauen. Sein Name ist George Williams. 1844 entsteht in London der erste YMCA.

Das gilt es zu feiern! Das ist der Schwerpunkt in diesem Heft. Mit diesem CVJM MAGAZIN starten wir ins Jubiläumsjahr. Für unzählige Menschen ist der CVJM seither zum Mehrwert geworden.

175 Jahre jung ist der CVJM. Dass er dynamisch und beweglich geblieben ist, zeigt diese neue Ausgabe des CVJM MAGAZINs. Wir sehen einen großen Mehrwert darin, dass der CVJM Deutschland seine bisherige Publikation »CVJM-Informationen« ins CVJM MAGAZIN überführt: vergrößerte Reichweite, gemeinsame Redaktionsarbeit, steigende Identität und weitere Vernetzung im CVJM und weit darüber hinaus.

Die regionale Identität des CVJM MAGAZINs wird bleiben, die Informationen aus dem CVJM in Deutschland werden umfangreicher, der Themenschwerpunkt wird weiterhin wesentlicher Bestandteil bleiben. Wir sind überzeugt: Das ist ein Mehrwert für alle.

Eine begeisternde Lektüre mit Mehrwert wünscht im Namen der gesamten Redaktion

Hansjörg Kopp
Generalsektretär des CVJM Deutschland

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