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Neues aus dem CVJM Sachsen

Vertrauen wagen

„Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott."
Jesaja 50,10

Es gibt Zeiten, da scheint die Dunkelheit die Oberhand zu haben. Kein Licht am Ende des Tunnels ist sichtbar, stattdessen das Gefühl, das „finstere Tal" hat keinen Ausgang. Kein Gang zum Arzt bringt Besserung, die Arbeitssuche läuft vergeblich und die Sorgen um Kinder oder Eltern wollen einen schier auffressen. Was tun, wenn „kein Licht leuchtet"? 

Jesaja spricht keine einfachen Worte, redet nicht vom göttlichen Lichtstrahl, der nach einem Gebet sofort ins Leben hineinleuchtet. Stattdessen fordert er auf zu vertrauen. Gott zu vertrauen auf dem Weg durch die Dunkelheit. Er spricht diese Worte an die verbliebenen Juden im Exil. Hinein in die Gewohnheit an die scheinbar ausweglose Situation und damit verbundene Resignation sagt er: „Vertraue auf den Namen des Herrn". Vertraue dem, der sich vorstellt mit dem Namen „Ich bin der ich bin", „ich bin da". Der auch jetzt da ist und mitgeht durchs finstere Tal, die Wüste, die Dunkelheit. „Blindes Vertrauen" wagen fordert zutiefst heraus und mutet uns die Erfahrung zu, dass wir nichts wirklich selber in den Händen haben. Aber im Vertrauen auf den mitgehenden Gott dürfen wir vorsichtige Schritte in der Dunkelheit wagen, in der Erwartung, dass Gott auch heute noch durch die Wüste führt, neue Freiheit und Heimat schenkt. 

Mein Gebet gilt heute allen, die gerade in dunklen Stunden dem Licht entgegenfiebern. Ich bete um spürbare Zeichen der Gegenwart Gottes in Deinem Leben und den Mut, an dem festzuhalten, der Dir zusagt: Ich bin da und gehe mit Dir durch die Dunkelheit. 

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Am "trotzdem" festhalten

Monatsspruch November
Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Hiob 19,25

Von guten Mächten wunderbar geborgen – ein Lied, was mich immer wieder tief berührt, weil es so viele verschiedene Seiten des Lebens anklingen lässt und die guten und herausfordernden Momente gleichermaßen in Erinnerung ruft. Dennoch hadere ich immer wieder mit der Strophe:

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.


Sie lässt sich in dieser schönen Melodie scheinbar so einfach singen, aber in der Realität oft sehr schwer durchbuchstabieren. Ähnlich geht es mir auch mit dem Buch Hiob. Obgleich der Oktober schön und golden war, so waren die letzten Wochen auch durch einige Hiobsbotschaften sehr getrübt. Ich ertappe mich oft dabei, in allem Mitleiden auch dieses schale „zum Glück ist mir das nicht passiert" - Gefühl zu empfinden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Hiobsmomente deine Glaubenswelt bis zu den Grundankern erschüttern können. Mich beeindrucken Menschen, die inmitten sehr schwerer Zeiten Worte finden, die einem tiefen und festhaltenswerten Glauben, Ausdruck verleihen können. 

Warum gerade ich?

Die Frage nach dem Warum hat mich in schweren Zeiten nicht weitergebracht und meine Vorstellung, was durchtragen bedeutet, sich gänzlich gewandelt. In dunklen Zeiten kommt einem die Reihe der Herausforderungen unendlich vor. Im Buch Hiob kann man seitenweise von Frust, Schmerz und tiefem Leid lesen. Trotz allem steht da dieses ABER. 
Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Hiob 19,25
Da ist ein tiefes Wissen um etwas, auch wenn es sich gerade vielleicht nicht so anfühlt. Da ist die Gewissheit, dass da noch mehr ist, als die Dunkelheit und dass etwas am Tunnelende leuchtet, möge es aus der jetzigen Perspektive auch kaum zu sehen sein.

Ich wünsche den Leidtragenden, den Frustrierten, den Geplagten, den Trauernden, dass ihr nicht aufhört nach dem aber, dem dennoch und dem trotzdem zu suchen. Ich wünsche euch, dass ihr an der Gewissheit festhaltet, dass wir trotzdem von guten Mächten wunderbar geborgen sind, denn unser Erlöser lebt!

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Stimmt dein Bauplan?

Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran.
Psalm 127,1

Jetzt wohnen wir in Chemnitz. Für uns eine neue Stadt. Nach Rostock hierher zurückzukehren ist besonders. Ungefähr 20 Jahre ist es her, dass ich von hier fort ging. Für uns ist es neu. Ungewohnt. Aber jetzt sind wir hier, lernen unsere neue Wohnung kennen, unsere neuen Nachbarn, unsere neue Gemeinde, die Schule und den Kindergarten unserer Kinder. Auch meine neue Arbeit hier im Landesverband.

Und dann halte ich ein Geschenk meiner Rostocker Gemeinde in den Händen: Ein Buch mit vielen Bildern und Erinnerungen unserer gemeinsamen Zeit. Auf einer Seite sind auch Bilder einer Bauphase der Gemeinde. Neben der Baustelle stand ein Transparent mit eben diesem Psalm. Das berührt mich. Momentan mache ich, was das angeht vieles richtig. Ich erlebe, wie Jesus hier in Chemnitz unser „Haus" baut, ich darf ihn gerade in dieser Umbruchsituation ganz bewusst erleben. Solche Stresszeiten haben ja immer den Vorteil, dass man da Gott als Gegenüber etwas deutlicher spüren darf.  

Aber ich kenne es auch anders. Wenn alles läuft und das Leben seinen Alltag gefunden hat, verliert man gerne auch mal aus den Augen, was man eigentlich gerade baut und wer mit dabei ist (das kann man auch ganz gut beobachten, wenn man einen ganzen Tag am Strand verbringt und Sandburgen mit den Kindern baut). Besonders in diesen Zeiten ist es gut, regelmäßige Punkte zu haben. Punkte zum gemeinsamen Vergleich – sind dein Bauplan und der Bauplan Gottes noch gleich? Wenigstens ähnlich? Welche Zeit nimmst du dir dafür? Wie verstehst du Gottes Bauplan am besten? Im Gebet? In der Gemeinschaft? In der Bibel? Es braucht immer alle drei. Aber dazwischen haben wir alle unsere ganz eigene Baustellensprache mit Gott.

 Von Baustellensprache habe ich im Moment übrigens ganz viel. Immerhin haben meine beiden Kinder und ich auf unserem Balkon fast ganztägig ein Livewimmelbuch mit gleich 2 Häusern, die neben uns gebaut werden. Ob die Jungs da unten ihre Häuser mit Gott bauen, weiß ich nicht. Genau wie denen wünsche ich euch aber genau das. Nachhaltig bauen ist grad mega im Trend und bei Gott gibt's das schon seit Anbeginn der Zeit.
Also: Seid nachhaltig und baut eure „Häuser" mit ihm, Jesus. Ewige Werte schafft nur er mit euch.

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Versteckte Lebenskraft

Kürzlich bin ich mal wieder auf ein sehr vitalisierendes Bild gestoßen: die Rose von Jericho. Ein Knäuel aus sichtlich totem kleinem Geäst wird in eine Schale mit kaltem Wasser gesetzt und es entfaltet sich ein frisches grünes Blattwerk. Die Rose von Jericho ist ein Wüstengewächs und hat sich somit an die heißen und trockenen Phasen des Lebens angepasst. Sie schützt den Samen für die Vermehrung, um zu optimalen Keimzeiten, diesen verbreiten zu können. Bei einem kräftigen Regenguss verwandelt sie sich und dies immer und immer wieder. Welch ein Wunderwerk für unser Auge und unsere Seele.

Wie viele Dinge gibt es im Leben, die wir für leblos, langweilig, eintönig wahrnehmen. Doch steckt in diesen Dingen vielleicht viel mehr Energie als wir ihnen zutrauen?

Wie schnell passiert es, dass wir uns von einem ersten Eindruck täuschen lassen. Wir nehmen jemanden als unattraktiv oder erschöpft wahr, kommt er jedoch in eine andere Umgebung, dann blüht er regelrecht auf.

Für viele beginnt nach dem Sommer wieder eine neue Phase in der Schule oder im Arbeitsleben. Ich wünsche jeder und jedem, dass er und sie sich am rechten Platz empfinden kann und dort auf Menschen trifft, die das Potential in einem erkennen und dazu beitragen, dass es sich entfalten darf. Gott kennt uns am besten und weiß, was alles an Gaben und Fähigkeiten in uns steckt. Er möchte durch und mit uns wirksam werden.

Die Rose von Jericho ist auch ein schönes Symbol für die Auferstehung. Jesus ist für uns gestorben und auferstanden. Er hat den Tod überwunden. Das gibt mir Kraft auch durch Durststrecken und Zeiten, in denen ich mehr Fragezeichen an das Leben habe als hilfreiche Antworten, hindurchzugehen. Er ist da und glaubt an mich. Er schenkt mir heute Leben(skraft) und sogar Leben über unser irdisches Dasein hinaus. Das ist wunderbar. 

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Ein klarer Auftrag

Monatsspruch Juli 2019:

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe

Matthäus 10,7

Im bekanntesten Gebet der Christenheit, dem Vaterunser, beten wir Christen „Dein Reich komme." 
Menschen haben eine tiefe Sehnsucht nach einem Ort des Friedens, der Heilung, der Gerechtigkeit, des lebendigen Lebens. Für die Bibel ist dieser Ort das Reich Gottes, sein Himmelreich. Noch ist es nicht da. Aber es ist nahe! Das ist eine klare Aussage der Hoffnung! Wir im CVJM sind beauftragt, Hoffnungsgeber zu sein. Wir tun das in einem Umfeld, wo es so viel Hoffnungslosigkeit gibt.

Das Lebenstempo unserer Zeit ist atemberaubend.
Der Leistungsdruck für den einzelnen ist dabei enorm.
Scheinbar dreht sich alles um Konsum und Maximalprofit.
Es werden tödliche Kriege geführt.
Pures Machtstreben versteckt sich hinter Ideologien und Glaubenssystemen.
Die herrschende Devise lautet: Immer mehr, koste es was es wolle.
Selbst in unserem friedlichen Land ist nicht wirklich Frieden.
Menschen sind zutiefst frustriert und verunsichert.
Ungerechtigkeiten werden immer stärker empfunden.
Es bleibt nicht nur bei verletzenden Worten. Gewalt nimmt drastisch zu.
Es verstärken sich Gefühle wie Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Es mangelt an Orientierung und Lebenssinn.
Menschen werden mutlos, werden einsam und krank.

Der Zustand der Welt, wie ihn die Bibel eindringlich beschreibt, ist in den letzten 2000 Jahren nicht wirklich besser geworden. Gerade deshalb ist die Monatslosung „Geht und verkündet: das Reich Gottes ist nahe!" aktueller denn je. Natürlich können wir den oben beschriebenen Zustand schulterzuckend akzeptieren.„Da hilft nur noch beten", denkt so Mancher. Ja, wir dürfen zuallererst beten und eine Veränderung herbeibeten! Aber: Wir sind unmittelbar von Jesus aufgefordert, zu gehen und aktiv zu werden.

Die Botschaft der Hoffnung auf das Himmelreich zu verkünden, ist mutig. Vielleicht wirst du belächelt oder ausgelacht!? Auch der Begriff „Reich" ist ja heutzutage schon politisch inkorrekt. Zum Losgehen ist Bewegung nötig, sind Schritte erforderlich. Es braucht den, der mit dir geht. Du brauchst Klarheit über deinen Auftrag. Welche Kunde (Botschaft) bringst du welchem Kunden (Zielgruppe)? Als Verkündiger solltest du selbst Gottes Nähe erfahren haben und ein Zeuge für ihn sein.

Das Himmelreich steht unter der Herrschaft Gottes.

Menschen in seinem Herrschaftsbereich ordnen sich unter und lassen los. Sie vertrauen ihr Leben der Sorge Gottes an. Sie fragen nach seinem Willen, fragen nach seinem Plan für ihr Leben. Im Herrschaftsbereich Gottes geschieht Heilung durch ihn und im Vertrauen auf ihn. Süchte verlieren ihre Kraft. Ängste verschwinden. Depressionen weichen einem neuen Lebensmut! So von Gott berührte Menschen verändern sich. Sie übernehmen die Hauptrolle in ihrem Leben und überlassen Gott die Regie. Demut, Ehrlichkeit zu sich und anderen, Gelassenheit und Lebensfreude strahlen diese Menschen aus. Es herrscht der Geist der Liebe und Freundlichkeit. Der Frieden Gottes ist spürbar. Sein Licht scheint n der Dunkelheit dieser Zeit.

Es ist schön, dass wir im CVJM Anteil haben, dass das Gottes Reich bei jungen Menschen und unter ihnen anbricht. Es kann bei jedem von uns anfangen: in uns und mit uns.Veränderung ist möglich, immer wieder neu.

Viele egozentrische, stolze und autonome Menschen der Gegenwart lehnen jedoch Gott ab, wollen nur sich selbst leben. Doch die entscheidende Frage ist nicht: Existiert Gott? Sondern: Wer oder was ist dein Gott? So gibt es heute Götzen z.B. Mammon, der für die Herrschaft des Geldes und der Macht steht- mit seinen Gehilfen Stolz, Neid, Gier, Maßlosigkeit. Sie beherrschen viele Menschen der Gegenwart. So gibt es vielerlei Süchte, von denen sich Menschen abhängig machen. Und es gibt die Dämonen der Angst, der Einsamkeit von Perspektivlosigkeit und Leere.

Aber: Gott ist immer noch stärker und größer!

Wer die Bibel zu Ende liest, erfährt, dass der Himmel auf die neue Erde kommt und Gott bei den Menschen wohnen wird am Ende der Zeiten. Erst dann wird es absoluten Frieden, absolute Gerechtigkeit und absolute Heilung geben. Wir kommen mit jedem Tag dem Ende näher. Aber dieses Ende ist ein Ende ohne Schrecken. Dieses Ende ist ein neuer Anfang!

Das Himmelreich ist nahe! So möchte ich Dir zum Schluss fröhlich zurufen. Du kannst jetzt schon einen Vorgeschmack in Dir spüren und dich auf die Zukunft freuen! 

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Schnell oder langsam?

Was verbinde ich mit „Schnell" oder „Langsam"? Ich selbst empfinde das Wort Schnell als eher positiv, z.B.: „… das habe ich schnell noch erledigt" und das Wort Langsam als eher negativ: „… auf der Autobahn ging es sehr langsam vorwärts" oder „… an der Kasse im Supermarkt ging es so langsam". 

Letzte Woche haben bei uns zwei Pilgerfrauen übernachtet. Pilgern verbinden wir mit Entschleunigung, langsamer werden, aus meinem Alltagstrubel heraus mache ich bewusst Station und gehe in Ruhe, denke nach, besinne mich auf das Wesentliche. Hier finde eine positive Füllung des Wortes Langsam. In unserem Monatsspruch zum Juli werden wir auch ermutigt, dass Wort Langsam positiv zu füllen. In Jakobus 1,19 steht:

„Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn."

Schon oft haben wir diesen Vers in Vorträgen zum Thema Kommunikation oder Konflikte lösen benannt. Immer wieder fordert er mich heraus. Wie sieht es in unserem Alltag denn oft aus? Ich ertappe mich dabei, wie ich manchmal schnell zum Reden und schneller zum Aufregen tendiere, was dann nicht gerade hilfreich für mich und das Gespräch ist.

Für viele von uns kommt die Urlaubszeit sicher noch. Wir werden Zeit haben zu Entschleunigen. Vielleicht hilft uns diese Verknüpfung mit dem Bibelvers. Es ist gut für unsere Seele und unsere Beziehungen.
So wünsche ich uns einen wirklich erholsamen Urlaub.

Shalom Eure Sibylle 

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Honig für die Seele

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. Sprüche 16,24

Neulich habe ich zu einer Sitzung ein Glas mit ganz frischem Bienenhonig geschenkt bekommen. Damit kann man mir eine echte Freude machen. Ein frisches Brötchen und darauf leckerer Bienenhonig – so fängt ein Tag gut an. Ein echter Energieschub. Ich weiß, zu viel Zucker ist nicht gut, aber beim Bienenhonig habe ich das Gefühl, ich esse etwas gesundes, schließlich werden dem Honig heilende Fähigkeiten zugeschrieben (z.B. entzündungshemmend).

Ich finde den Vergleich von Salomo im Monatsspruch super. Freundliche Worte sind wie Honig, ein echter Energieschub und sie können heilende Kräfte haben. Gute Worte können aufrichten, ermutigen, trösten und vieles mehr. Wie oft habe ich das schon selbst erlebt und war dafür sehr dankbar. Immer wieder begegnet uns in der Bibel die Einladung, bewusst mit der Macht unserer Worte umzugehen und sie zum Guten einzusetzen. 
Das nehme ich mir für heute neu vor. Wem werde ich begegnen? Welche Worte nehme ich in die Begegnungen mit? Ich möchte Gutes und hilfreiches sprechen, meine Worte sollen wertschätzend und aufbauend sein - Honig für die Seele. 
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Nichts ist so beständig wie der Wandel

Monatsspruch für Mai:

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.
2. Samuel 7,22

„Nichts ist so beständig, wie der Wandel" – eine sehr alte Weisheit, die aber wie die Faust aufs Auge auch in unsere heutige Zeit passt. Neben Politik und Gesellschaft, Umwelt, Technik und Entwicklung prägt der Wandel auch Privates, Beziehungen oder Persönlichkeiten.

Doch gerade in einer Zeit des steten Umbruchs und Wandels stellt sich irgendwann die Frage nach Beständigkeit. Welche Dinge, welche Werte, welche „Geländer im Leben" sind von Dauer, bieten Halt und Orientierung? Der Mensch ist nicht geschaffen für ständige Bewegung, die ewige Achterbahnfahrt oder schlimmstenfalls ein Hamsterrad. Wie schnell sich das Rad dreht, merken wir vor allem, wenn es im Getriebe knirscht, es Umbrüche gibt, Dinge haken, Leistung sich mindert oder jemand aus unserer Mitte gerissen wird.

Wir suchen nach Fixpunkten, nach Halt, nach Rahmenbedingungen, nach etwas, das bleibt. "Wir haben da was anzubieten", dürfen wir Christen voller Überzeugung sagen. Ganz unabhängig davon, wie schnell sich die Welt dreht, in welchem Hamsterrad wir feststecken oder was immer auch die Zukunft bringen mag, Gott sagt, „Ich bin der ich bin" oder „Ich werde sein, der ich sein werde" (2. Mose 3,14) - Er ist diese verlässliche Größe in aller Veränderung und trotz aller Veränderung.

„Ich bin der Erste und bin der Letzte" (Jesaja 44,6) – Gott bietet uns nicht nur den Rahmen, er füllt auch das ganze Bild aus. Er sagt uns seine Treue zu, er begegnet uns immer wieder in Liebe und Barmherzigkeit, er meint es gut mit uns, auch wenn alles zu Wanken droht. „Es ist keiner wie du", steht im Buch Samuel. In dieser Gewissheit dürfen wir leben und daraus Kraft schöpfen, sich im Wandel und allen Veränderungen zu behaupten. Gott ist mittendrin und drumherum, der Haltgeber in Zeiten des ewigen Wandels. Denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir! Amen.

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"Siehe, ich bin bei euch alle Tage"

Monatsspruch April:

Jesus Christus spricht: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Matthäus 28,20

Jesus ist mit seinen Jüngern ein letztes Mal sichtbar und fühlbar zusammen und er verabschiedet sich mit ermutigenden Worten, dazu gehört auch der Monatsspruch für den April.

Abschiedsworte sind wertvolle Erinnerung

Die Tochter geht für ein Jahr ins "au pair" nach Amerika oder der Sohn nach Neuseeland zum FSJ. Der Ehemann muss dienstlich für einige Wochen ins Ausland. Jemand wacht am Bett eines lieben Menschen, der im Sterben liegt. Sicher wählt man die Abschiedsworte sehr behutsam aus. Wie würden meine Abschiedsworte an einen lieben Menschen aussehen? Was wollte ich vielleicht schon immer mal meinem Partner, meinen Kindern oder meinen Eltern sagen? Vielleicht gibt es Dinge, die noch bereinigt werden müssen oder nötige Wertschätzung, die nie so zum Ausdruck kam?

Ja, Jesus ist mit seinen Jüngern ein letztes Mal sichtbar und fühlbar zusammen und er verabschiedet sich mit ermutigenden Worten. Er wählt seine Worte behutsam aus. Kurz vorher zeigt er seinen Jüngern nochmal auf, mit wem sie es eigentlich zu tun haben und hatten: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden…" Er macht ihnen deutlich: „Ich habe das Sagen – ich bin der Sohn Gottes - ich bin der ich bin", und dann beauftragt er sie neu: „Auch wenn ich nicht mehr sichtbar bei Euch bin, so hat sich Euer Auftrag, die Botschaft vom Reich Gottes zu verbreiten, nicht geändert". Dann kommt als Schlusspunkt unser Monatsspruch. Welch eine Ermutigung! In allem sollen sie dies „ICH bin bei Euch" erleben.

Diese Zusagen unseres Monatsspruchs sind auch für uns eine großartige Orientierung. In allen Höhen und Tiefen, allen Freuden und Schmerzen, in allen Herausforderungen und Niederlagen ermutigt uns Jesus, auf ihn zu sehen. Wir dürfen uns wieder neu bewusst werden, an wen wir glauben: an den, der alle Gewalt hat im Himmel und auf Erden. Er ist mit uns und bei uns – ja, was für eine Ermutigung!

In unserer Küche hängt ein schöner Ausspruch: "Ich bin bei dir, du musst es mit nichts allein aufnehmen." Diesen Gedanken habe ich schon oft in schwierigen Momenten gelesen und er hat mir Mut gemacht. Jesus ist da, er geht mit mir. Das ist so eine Ermutigung. Mögen wir diese Stärkung für uns im Alltag, auch jetzt im April, bewusst aufnehmen.

Shalom, Eure Sibylle Wilkening

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Wofür schlägt dein Herz?

Monatsspruch März 2019:
Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein. 1. Samuel 7,3

Was für ein wegweisendes Wort von dem Prophetenjunge Samuel an das Volk Israel. Doch wie ist es zu verstehen?

Das Volk Israel hatte sich ordentlich verirrt. In der kriegerischen Auseinandersetzung mit anderen Völkern hat es viel Energie gelassen. Klammheimlich oder ganz offensichtlich wurden jetzt die Baale und Astarten – fremde Gottheiten – angebetet. Wo war dieser angeblich starke und alleinige Gott des jüdischen Volkes, der Retter in der Not?

Was ist das Herz?

Samuel spricht erstaunlicherweise von dem Herzen. Das Herz ist im biblischen Verständnis allumfassend: es ist Sitz des leiblichen Lebens, der Seele mit ihren Gefühlen und des Geistes, der den Menschen befähigt, Zusammenhänge zu erkennen und Vorgänge kritisch zu beurteilen. Es ist der Ort der Begegnung mit dem Reden und Handeln Gottes.

Biologisch gesehen ist das Herz der wichtigste Muskel des menschlichen Organismus. Drei Milliarden Mal schlägt das Herz im Laufe eines Menschenlebens und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper – eine unglaubliche Leistung, mit der kein anderer Motor so schnell mithalten kann. Das Herz gleicht einem Wunderwerk!

Doch für was schlägt unser, dein Herz?

Die meisten Menschen lieben es, selbstbestimmt zu leben. Es ist ein hoher Wert in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft und das ist gut so. Dennoch denke ich, dass wir daran erkranken. Übrigens sind Herz-Kreislauferkrankungen die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Geht man dieser Selbstbestimmung auf den Grund, so steht sie in einem engen Zusammenhang mit hohem Erfolgsdruck, mit sozialer Ungerechtigkeit oder Ausbeutung lebensförderlicher Ressourcen. Oftmals leben wir auf Kosten anderer, indem wir unsere Bedürfnisse selbstbestimmt befriedigen.

Samuel dagegen wendet unseren Blick auf Gott und lädt uns ein, unsere Sinne auf ihn zu richten und unser Denken und Handeln von ihm bestimmen zu lassen. Dabei mag er das Herz Gottes vor Augen haben. Es ist voller Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Er lädt Dich zu einer Herzensbeziehung ein. Die schönsten Herzensbeziehungen sind diejenigen, bei denen das Gegenüber einfach alles ist! Dann werden die Liebestaten nicht auf- und abgerechnet, sie erfolgen in echter Hingabe, Treue und Begeisterung. Gott zeigt uns dies in dem Opfertod seines Sohnes Jesus Christus.

Du bist eingeladen!

Du bist eingeladen, mit Deinem Innersten, Deinem Herzen, diesem Gott zu vertrauen. Egal, ob Du ein starkes und gesundes oder ein schwaches und krankes Herz hast, kannst Du Dich auf eine Herzensbeziehung mit Gott einlassen. Ihm zu dienen heißt, seine Werte zu bezeugen und zu leben und sich von ihm inspirieren zu lassen. Daraus erwachsen Taten der Liebe. Taten der Liebe für ein gleichwertiges Miteinander, für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Natur und ein erfülltes Leben. 

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Mir geht´s doch gut!

Monatsspruch Februar 2019:

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.Römer 8,18

Mir geht es gut. Oftmals denken nicht nur andere, dass es mir manchmal möglicherweise zu gut geht. Da stelle ich fest, dass ich alles habe, was ich mir immer erträumte. Voller Dankbarkeit kann ich auf mein Leben schauen und feststellen, dass ich nie hungrig oder nackt durch die Gegend laufen musste, oder wegen meines Glaubens eingesperrt wurde oder mir schlimmeres widerfahren ist. Von daher ist der Monatsspruch von meinem Kopf aus ganz einfach. „Haltet durch, es kommt noch was viel besseres." So klingt es für mich:
Eine Ermutigung in Zeiten von wahrhaften Durststrecken.
Ein Fokussieren auf den Heilbringenden, dessen Heil ich gerade nicht erfahre.
Ein Vertrauen auf den Frieden, der höher ist als alle Vernunft, obwohl es um mich keinen Frieden gibt.

Das ist ein Bibeltext, den ich von der Lebenswirklichkeit sofort mit meinen Glaubensgeschwistern in anderen Gegenden, meist außerhalb Europas, in Verbindung bringe. Von denen ich nur über Organisationen wie Open Doors erfahre. Von daher möchte ich dich heute ermutigen, für unsere Glaubensgeschwister zu beten, die in dieser Zeit leiden. Damit sie die Hoffnung nicht aufgeben und die Herrlichkeit erfahren können, die Jesus für uns bereithält. 

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Ein Stern als wegweiser

Monatsspruch für Dezember:
Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut. Matthäus 2,10

Es gibt verschiedene Zeichen im Alltag, die Freude auslösen. Manchmal reicht eine grüne Ampel, oder ein liebevolles Geburtstagsgeschenk, eine Geburtsanzeige, oder … Bei den drei reisenden Weisen aus der Weihnachtsgeschichte war ein Stern Auslöser für große Freude. Dieser Stern hatte sie in Bewegung gebracht und war jetzt Zeichen dafür, dass sie am richtigen Platz gelandet waren und das Ziel fast erreicht ist. Lange waren sie unterwegs gewesen, ohne so richtig zu wissen, was sie am Ziel erwartet. Was sie antreibt, ist die Ahnung: Die Begegnung mit diesem Neugeborenen dürfen wir nicht verpassen.

In diesen Adventstagen leuchten viele Sterne als Erinnerung an diesen einen ganz besonderen Wegweiser. Damals wie heute möchten sie uns einladen, uns aufzumachen, um die Begegnung mit Jesus zu suchen. Wir brauchen nicht loszuwandern nach Bethlehem, aber dürfen unseren Alltag unterbrechen lassen von diesem Licht. Jeder Weihnachtsstern, der leuchtet, will uns daran erinnern: Gott hat sich zu uns aufgemacht, ist Mensch geworden, um uns nahe zu sein. Er will Dir heute nahe sein.

Das wäre genial, wenn der nächste Weihnachtsstern, den wir heute erblicken, diese wegweisende Funktion übernehmen darf und es dann über uns heißt: „Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut." 

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Worauf leben wir zu?

Monatsspruch für November:

„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann." Offenbarung 21,2

Mit dem Reformationstag enden eine sonnenreiche Zeit sowie ein goldener und farbenfroher Oktober und wir treten ein in den, oftmals nicht sehr geliebten, November – die Zwischenzeit bis Advent und Weihnachten. Obwohl der November terminlich vielleicht an manchen Stellen noch sehr voll ist, bieten das nasse Grau, die Zeit der Melancholie, das „Drinnen-sein-Wollen" Möglichkeiten, die man sich vielleicht wieder ins Gedächtnis rufen muss. Die Ablenkung der lauen Sommernächte oder der sonnenreichen Badetage voller Menschen und Gelächter gibt es nicht mehr. November ist daher eine gute Zeit, um sich wieder auf das Wesentliche und das Bedeutungsvolle zu besinnen. Man kann stille werden, ohne die ständige Ablenkung einer lauten Welt, die mit allen Mitteln nach Aufmerksamkeit schreit.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und mancher fragt sich vielleicht auch, was die Zukunft bringen mag. Worauf lebe ich zu? Bin ich mir meiner Endlichkeit bewusst?

Wie sieht Leben mit Zukunftsperspektive aus?

Kurz vor Schluss der Bibel finden wir den Monatsspruch inmitten vieler bildhafter Aufzählungen zum Thema Zukunft und Perspektive: Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Offenbarung 21,2

Wer schon einmal auf einer richtig phantastischen Hochzeit war, eine strahlende Braut in die Kirche schreiten sah und in einer traumhaften Location mitfeierte, hat eine winzige Ahnung davon, was „bereitet" bedeuten kann. Wer selbst schon einmal an solchen Vorbereitungen beteiligt war, weiß, dass unglaublich viel Arbeit, Mühe und Liebe zum Detail hinter all dem steckt.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir" steht in Hebräer 13,14. Da ist etwas Großartiges, Unvorstellbares und Neues für uns vorbereitet. Was für eine Zukunftsperspektive – absolut lohnenswert für dich und mich! 

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Gott hat die Ewigkeit in dein Herz gelegt!

Monatsspruch für September:

„Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende." Prediger 3,11

Kürzlich hatte ich ein wunderbares Gespräch mit einer Frau über ihren Lebensstil als kinderloses Paar. So ganz nebenbei erwähnte sie dann, dass sie an die Reinkarnation glaubt und das Leben als Familie sicherlich in einem ihrer nächsten Leben kennenlernen wird. Ich stellte fest, dass ich noch recht wenig Menschen getroffen habe, die tatsächlich an die Reinkarnation glauben und dass mich dieser Glaube überrascht hat. Doch was weiß ich schon? Ich kann Anfang und Ende allen Lebens nicht ergründen, heißt es im Prediger (die Bibel). Weiter lese ich, dass Gott die Ewigkeit in mein Herz gelegt hat. Ich habe also eine Ahnung, dass das Leben nicht mit dem Sterben und zu Grabe tragen beendet ist. Das ist mir zurzeit besonders tröstlich, da ich meinen Bruder infolge einer schweren Krankheit dieses Jahr verloren habe. So schwer es auch ist, einen liebenswerten Menschen aus der Familie zu missen und die Sinnhaftigkeit dessen zu erahnen, so großartig ist auch die Gewissheit, dass es ihm jetzt um ein Vielfaches besser geht. Er wird wohl mit den Engeln kommunizieren und jubilieren und an der Seite Jesu sein. Das glaube ich wiederum.

Der Glanz der Ewigkeit

Die unmittelbare Begegnung mit dem Sterben und Tod löst in mir u. a. eine große Dankbarkeit und Zuversicht aus für das Jetzt und Hier. Die Alltagsprobleme, mit denen wir beispielsweise als Familie zu kämpfen haben, relativieren sich extrem. Die Prioritäten sortieren sich neu. Das Leben im Jetzt und Hier gewinnt an Wert. Ich werde achtsamer mit mir selbst und meinen Nächsten. Und das alles, weil der Glanz der Ewigkeit mitten in mein Leben hineinscheint. Mein verstorbener Bruder hat in seinem geistlichen Notizbuch einen Satz wie folgt geschrieben: „Das was ich wirklich geben kann, ist mein Leben." Damals hat er noch nicht gewusst, dass sein Leben mit 42 Jahren zu Ende sein wird. Für mich und viele andere wird dieses Selbstverständnis und diese Berufung zu einem Fingerzeig auf den lebendigen Gott. Gott hat in Jesus sein Leben für die gesamte Schöpfung dahingegeben, er ist für uns Menschen gestorben. Während unser Leben begrenzt ist und unsere Tage auf dieser Erde gezählt sind, hat Jesus den Tod überwunden und nimmt uns mit in seine Ewigkeitsdimension hinein. Ich kann die Ewigkeit nicht ergründen, doch sie ist schon in mein Herz gelegt!

Vielleicht magst Du Dir auch die Frage stellen: wie kann ich mein Leben schenken und mit anderen teilen? Ich lade Dich ein, die Schönheit im Jetzt und Hier wahrzunehmen und Dich daran zu erfreuen, denn Zukunft ist Jetzt. 

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Bist du oft traurig?

Monatsspruch für Oktober:
„Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen."Psalm 38,10

„Stell dir vor es gibt keinen Himmel. Es ist einfach, wenn du es versuchst. Keine Hölle unter uns, über uns nur Weltraum." So hat es vor vielen Jahren John Lennon in seinem berühmten Lied Imagine gesungen und diese Gedanken begegnen mir oft, wenn ich mit Menschen unterwegs bin, die von Gott nichts wissen wollen.

„Das was du Beten nennst, ist doch nur Selbstsuggestion. Gebete sind nicht mehr als nur der traurige Versuch, einen Sinn zu finden. Kontakt zu etwas zu haben, was es nicht gibt. Sich die Realität schön zu reden. Das Leben ist nun mal traurig. Also komm klar und lebe damit."

Glaube ist für mich genau das: Klar kommen in einer Welt, die nicht so ist, wie ich sie mir wünsche. Wo ich auch Zeiten erlebe, in denen ich nicht weiterweiß, wo mir nur noch das Seufzen bleibt. Da hilft es mir, dass es diesen Gott gibt, der sich mir zuwendet und mich hört, auch wenn ich nicht erfolgreich, gesund und beliebt bin. Diesen Zuspruch lese ich aus der Losung für diesen Monat. Gott sieht mich, auch mit meiner Sehnsucht, meinem Seufzen, meinen Tagen der Traurigkeit. 

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Gott ist Liebe!

Monatsspruch für August:

„Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." 1. Johannes 4,16

Liebe – jeder von uns sehnt sich nach diesem wertvollen Angenommensein. Kleine Kinder versuchen oft, den Eltern alles recht zu machen, um diese Annahme zu bekommen. Andersherum versuchen manche, die Aufmerksamkeit oder Annahme der Eltern sogar durch Ungehorsam zu erreichen. Es ist in uns angelegt, dass wir Liebe, Geborgenheit und Annahme zum Leben brauchen. Manche Frau fragt ihren Mann immer wieder mal: „Liebst Du mich, hast Du mich lieb?" Wenn der Mann sehr sachlich ist, wird er hier nicht oft reagieren. Doch seine Frau braucht solche Worte, um in ihrer Seele seiner Liebe sicher zu sein.

Der Monatsspruch beginnt mit folgenden Worten: "Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat… " Dies kann und darf unsere Grundlage sein oder werden. Gott liebt mich. Er, der Allmächtige, steht zu mir – sagt JA zu mir. Dieses Wissen begeistert mich und füllt mich mit Freude und Zuversicht, immer wieder und jeden neuen Tag, auch und gerade in Schwierigkeiten.

Gottesliebe und Hass passen nicht zusammen

In Vers 20 lesen wir: „So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht!" Gott sieht jedoch ganz klar. Er ist Liebe und er wünscht sich von uns, dass wir diese Liebe auch weitergeben. Wenn ich mir Gottes Liebe sicher bin und weiter darüber nachdenke, dann bleibe ich in dieser Liebe geborgen und kann sie auch weitergeben. Schon morgens, bevor ich aufstehe, mache ich mir die Liebe Gottes sehr bewusst und dies ermutigt und stärkt mich für den vor mir liegenden Tag.

Immer wieder kommen Ehepaare zu uns in die Beratung. Oft hören wir Sätze wie: „Ich kann mich nur noch an Gott klammern, um in dieser schwierigen Ehesituation klar zu kommen". Dies entspricht schon der Wahrheit. Gott stärkt uns, aber sein Plan ist, dass wir nun den Partner lieben und nicht weiter in einer ablehnenden und kritischen oder sogar unversöhnlichen Haltung bleiben. Wir können nicht sagen, dass wir Gott lieben und lehnen gleichzeitig einen anderen Menschen ab, egal ob in Familie, Beruf, Verein, ob beim Studium oder anderswo.

Ich wünsche uns, angeregt durch den Monatsspruch, dass wir darüber ins Nachdenken kommen, wie sehr uns Gott liebt und dass wir aus dieser Liebe zu uns selbst auch Stärke und Liebe für unsere Umgebung gewinnen.

Shalom, Eure Sibylle Wilkening 

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