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MA-TIPP 1-2/09

 


1+2/09 Unterwegs notiert
3/09 Wahrheit / Lüge
4/09 Einsamkeit

Heft 1+2/2009:

Unterwegs notiert

Inhaltsverzeichnis

Wer das Neue Testament aufmerksam liest, der entdeckt, dass sich viele der dort erzählten Begebenheiten auf der Straße oder unterwegs abgespielt haben. Wo Jesus hinkam, da drängelten sich die Menschen auf den Straßen und Plätzen. Wenn Jesus unterwegs war, schlossen sich immer wieder Menschen ihm an oder stellten sich ihn in den Weg, um mit ihm zu sprechen. Ganz gleich, ob er aufs freie Feld hinauszog, durch eine Stadt ging oder auf der „Via Dolorosa“ sein Kreuz trug, immer waren viele Menschen um ihn herum.

Da drängten sich die Menschen am See Genezareth so sehr, dass er den übernächtigten Fischer Petrus bitten musste: „Fahre mich ein Stück vom Ufer weg!“ Dann setzte er sich im Boot und lehrte die Menschen von da aus. An einer anderen Stelle standen die Menschen wie eine Mauer um Jesus. So musste ein zu kurz geratener Zöllner auf einen Baum klettern, um Jesus zu sehen. Aber als Jesus an diesem Baum vorbei kam, fiel sein Blick gerade auf ihn: „Zachäus, komm schnell herunter, ich muss heute dein Gast sein!“

Da war der wohlhabende junge Mann, den Jesus vom ersten Augenblick an mag und ihn in seine Nachfolge einlädt. „Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte großen Grundbesitz.“ Die Bindungen an seinen Besitz waren so groß, dass er das Lebensangebot von Jesus ausschlug.

Da stellte sich unterwegs ein römischer Offizier Jesus in den Weg. Und gerade dieser Mann, der es gewöhnt war, Befehle zu geben und Menschen herumzukommandieren, der bittet Jesus wegen seines kranken Dieners: „Herr, ich weiß, dass ich dir, einem Juden, nicht zumuten kann, mein Haus zu betreten. Aber sag nur ein Wort und mein Diener wird gesund.“

Im Straßenstaub von Jericho saß ein Blinder, der aus Leibeskräften schrie: „Jesus, Sohn Davids! Hab Erbarmen mit mir!“ Bösartige Worte und Fußtritte konnten ihn nicht davon abhalten. Er brüllte so lange, bis er schließlich von Jesus stand. Der fragte ihn: „Was soll ich für dich tun?“ „Herr, ich möchte wieder sehen können!“ Und den ersten, den der geheilte Bartimäus erblickt, ist Jesus.

Ihr Mitarbeiter werdet in diesem Jahr wieder viel unterwegs sein. Ihr werdet mit unterschiedlichen Menschen zusammentreffen. Mit jungen Leuten, denen es gut geht, die etwas in ihrem Leben erreichen wollen und ihre Begabungen sinnvoll einsetzen. Aber wahrscheinlich auch mit Menschen, die laut oder leise nach Hilfe schreien. Wie gut wäre es, wenn wir unterwegs die Begegnungen dazu nutzen würden, dass junge Menschen wieder Jesus in den Blick bekommen. Der bedeutende englische Prediger Charles Haddon Spurgeon (1834 – 1892) berichtet von dem Wendepunkt in seinem Leben. Niedergeschlagen und verzweifelt saß er in einem Gottesdienst und da hörte er: „Junger Mann, schau auf Jesus Christus und du wirst leben.“ Später bekennt Spurgeon: „Wenn mir das doch nur schon vorher jemand gesagt hätte: Verlass dich auf Christus, und du sollst gerettet werden.“

Auch heute noch ist Jesus unterwegs, um Menschen zu retten, von Bindungen zu befreien, zu heilen und ihnen neues, ewiges Leben zu schenken. Diese Mitarbeiterhilfe möchte Euch Mitarbeiter dabei unterstützen, dass Menschen zu Jesus finden. Gott segne dazu. Im Namen des Redaktionskreises grüßt Euch

Euer Gunder Gräbner
Referent für Jungschar- und Jugendarbeit im CVJM Sachsen


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