«

»

FSJ – ein einzigartiges Jahr

Ich bin Christian Schlotterbeck, der FSJler hier in der Jugendarbeit Bautzen-Kamenz und komme aus Königsbrück.

18 Jahre ist es her, dass ich in Oelsnitz (Vogtland) das Licht der Welt erblickte.  Seitdem hat sich viel getan, ich wuchs (zwar nicht viel, aber doch genug) und hatte viel Spaß in meiner Kindheit. Ich lernte Schlagzeug spielen (mittlerweile 6 Jahre) und habe viele Leute gefunden, mit denen ich die Begeisterung zum Musik machen teilen konnte.  Ich habe zuletzt dieses Jahr mein Abitur in Hoyerswerda am christlichen Gymnasium Johanneum abgelegt. Da und auch schon eher stellte sich die Frage, was jetzt kommt. Ich wollte nicht gleich studieren und so habe ich die Möglichkeit dieses FSJ’s angenommen; so sitze ich nun hier und schreibe diesen Blogeintrag :) .

Aber bis hierher ist schon eine ganze Menge passiert.

Vor dem offiziellen Beginn des FSJ’s  (01.09.2011) hat mich mein Vorgänger André Siegel eine Woche „angelernt“, er hat mir viel erklärt und gezeigt, wie der Laden hier so läuft. Am Anfang war es nicht einfach, da ich immer viel fragen musste, aber mittlerweile funktioniert alles immer besser. Auch mit der Organisation und mit den Programmen  komme ich gut zurecht.

Während dieser Einführungswoche hat der lang versprochene und ersehnte Umzug von Höckendorf nach Kamenz begonnen. Viel Kraft und  viel Zeit hat es gekostet bis das alte Büro ausgeräumt, alle Kisten geschleppt, Möbel ab – und wieder aufgebaut und Computer angeschlossen waren. Aber Gott sei Dank hatten wir ein paar Helfer, ohne die wir noch einiges mehr an Zeit gebraucht hätten. Der Internetanschluss hat sehr lange auf sich warten lassen, ohne den geht heutzutage nun mal fast nichts.

Aber das gute ist, wir fühlen uns sehr wohl am neuen Arbeitsplatz.

Zwischen all der Kistenschlepperei gab es auch noch andere Dinge. Das Youthcamp zum Beispiel. Das ging dieses Jahr in die 6. Runde und bewährt sich jedes Jahr aufs Neue. Zwar hatten wir dieses Jahr fast Probleme genügend Teilnehmer zu finden, aber letztendlich hat alles gut geklappt. Ca. 85 Konfis und 35 Mitarbeiter haben zusammen ein wunderbares verlängertes Wochenende gefüllt. Es gab tolle Predigten, viele bunte Workshops, mitreißende Musik und insgesamt viel Spaß.

Sowohl im Predigerteam, als auch in der Band tätig, war dieses Camp eine echte Bereicherung für mich. Sofern es das Studium zulässt bin ich nächstes Jahr garantiert wieder mit dabei.

Direkt danach ging es weiter mit dem ersten FSJ-Seminar in der Strobelmühle in Pockau. Rund 30 andere FSJler habe ich dort in der Seminarwoche kennen gelernt und wir haben viel erlebt. Höhepunkt war zum einen die Kletterhalle, in der man bis zu 14 m hoch klettern konnte und zum anderen der Hoch – und der Niedrigseilgarten. Dabei hat man ein Stück weit seine eigenen Grenzen kennengelernt und die Gruppe ist stark zusammengewachsen. Auch thematisch war die Woche mit vielen anregenden und interessanten Vorträgen und Gesprächen gefüllt. Das nächste Seminar wird im Januar auf dem CVJM-Schiff sein, darauf freue ich mich schon sehr!

Da ich der einzige FSJler im Bereich Bautzen-Kamenz bin, ist es mir leider nicht möglich an allen Projekten im ganzen Bezirk mit zu arbeiten. Gerade was den Bautzener Bereich angeht, kann ich dort nicht so intensiv mitarbeiten, da einfach die Entfernung zu groß ist. Trotzdem bot sich mir vor kurzem die Möglichkeit an einer Sache mitzuwirken: Die „MyWeek 2.0“. Eine tolle Jugendbibelwoche, nachmittags immer mit Workshops und am Abend ein toller Jugendgottesdienst mit Musik, Action und Predigt. Der Prediger „Reeds“ Andreas Riedel hat die Abende mit einer tollen Verkündigung gefüllt. Ich kaufte für die Cocktailbar ein, bastelte die Beamer-Präsentationen und spielte in der Band mit. Es war eine tolle Woche, in der ich den Bautzener Bereich mit all seinen Mitarbeitern kennen und schätzen gelernt habe. Die „MyWeek 2.12“ nächstes Jahr steht schon mit einem Termin fest.

Im November, besser gesagt am 13.11.2011 fand das traditionelle Spätherbstvolleyballturnier in Pulsnitz statt. Dieses zu organisieren lag komplett in meiner Hand. Ich merkte schnell, dass das eine ganz neue Herausforderung war, denn es gab viel zu organisieren: Spielpläne, Urkunden, Pokale und einiges mehr. Insgesamt waren dann am Turniertag 13 Mannschaften am Start, die alle sehr fair und mit viel Spaß spielten. Der Siegerpokal blieb aber in Händen der EJA, da die Siegermannschaft aus Leipzig kam (somit nicht zur EJA dazugehörte) und den Pokal aber auch nicht gewollt hätte. So steht er im Büro neben dem YouthCamp-Pokal, den 2011 die Mitarbeiter in einem Fußballspiel gegen die YouthCamp-Teilnehmer gewonnen hatten und glänzt vor sich hin, bis er nächstes Jahr gewonnen wird. Alles in allem also ein anstrengendes, aber sehr schönes Volleyballturnier.

Keine zwei Wochen später stand ein weiterer Programmpunkt auf dem Plan: Der alljährliche Adventsjugendgottesdienst in Elstra. Ich hatte die Aufgaben für den am 26.11. geplanten Abend eine Band zusammen zu stellen und mit ihnen zu proben, Ton – und Lichttechnik zu organisieren und Holzkerzenständer von ihrer Wachsschicht zu befreien :) .  Die Vorbereitungen, vor allem die Bandproben, liefen sehr gut und brachten gute Früchte. Dabei haben wir mit vielen Instrumenten experimentiert und noch unbekannten Musikern eine Möglichkeit gegeben sich zu präsentieren. Thema war dieses Jahr: „Don’t fear“ (Fürchte dich nicht!); der erste Satz, den die Engel sprachen, als sie die Geburt Jesu den Hirten verkündigten. Andreas „Reeds“ Riedel hat dazu eine sehr tolle und bewegende Predigt gehalten. Der Gottesdienst  war trotz einiger unvorhergesehenen Schwierigkeiten und Pannen doch sehr gut gelungen.

Nach dem Advent folgt ein sehr schönes Fest, nämlich Weihnachten. Für mich persönlich erlebe ich das Fest der Geburt Christi jedes Jahr mit meiner Familie immer intensiver, denn ich merke, dass es mir gut tut und Gott mich mit einer tollen Familie beschenkt hat. Dieses Weihnachten habe ich ausnahmsweise bei beiden Krippenspielen unserer Gemeinde mitgespielt und es hat aber wie jedes Jahr sehr viel Spaß gemacht.

Kaum war Weihnachten vorbei stand auch schon Silvester vor der Tür und damit verbunden natürlich die Silvesterrüstzeit 2011/2012. Zusammen mit 31 jungen Menschen fuhr ich nach Großrückerswalde im Erzgebirge ins Rüstzeitheim „Pfarrscheune“. Diese 5 Tage waren mit vielen tollen Dingen gefüllt: Bibelarbeiten zum Thema der Jahreslosung: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Korinther 12,9), Workshops, Spielen, gemeinsamer Lobpreis, gute Gespräche und, und, und. Der Höhepunkt aber war der Silvesterabend, der an eine tolle Gala erinnerte und für mich persönlich unvergesslich bleiben wird. (Genaueres zur Silvesterrüstzeit ist auf www.eja-online.de unter „neues aus dem Webblog“  zu lesen).

Dann kam auch schon das zweite FSJ-Seminar auf mich zu, bei dem ich allerding nicht teilnehmen konnte, da mich meine fast alljährliche Mittelohr-entzündung plagte. Das war leider sehr schade, denn laut den anderen FSJ’lern war es eine sehr tolle Zeit. Zum Glück konnte ich aber an einer sehr guten Informations-tagung an der CVJM-Hochschule in Kassel teilnehmen, die ich schon länger geplant habe. Diese hat mich sehr begeistert und es hat sich mir jetzt auch ein Weg aufgetan. Dort wird der Studiengang angeboten (Religions – und – Gemeindepädagogik/Soziale Arbeit), der meiner Berufsvorstellung fast vollkommen entspricht. Ich bin mal gespannt, welchen Weg Gott mit mir geht.

Was demnächst ansteht ist die Konfirmandenfahrt nach Theresienstadt, bei der ich als Mitarbeiter mitfahre. Ich bin gespannt, was da auf mich zukommt.

Bleibt gesegnet

Euer Christian

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>