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Silvester in Südafrika
Silvester-Familien-RZ

09.01.2011

Silvester in Südafrika

Wenn ich an diese Reise zurück denke, dann singe ich sofort viele Lieder, tanze einen bestimmten Tanz und sehe viele Bilder vor mir. Über den Jahreswechsel durften wir unsere Freunde in Südafrika von Youth Alive Ministries (YAM) auf einer Jugendsilvesterfreizeit in Kapstadt begleiten und sie für ein paar Tage in Soweto besuchen. Annika und Michal kamen aus Köln (vom Wuppertaler Freundeskreis), Anja und Teresa von der Arche in Chemnitz und Carolin und ich vom CVJM Dresden. Die Reise war unsere erste gemeinsame Aktion. Wir alle sind im CVJM oder in der christlichen Jugendarbeit aktiv.

„Back 2 Basics“ (Grundlagen) war das Thema dieses Camps, deswegen durften alle 70 Jugendlichen ihre Handys erst mal abgeben und direkte Kommunikation miteinander üben. Wir erlebten viele schöne und volle Tage (sehr wenig Schlaf), lange und diskussionsreiche Bibelarbeiten mit lebensrelevanten Themen, Morgensport früh um sechs, Spiele zur Teamentwicklung ohne Ende, Ausflüge zum Kap der guten Hoffnung und zur Waterfront in Kapstadt (restauriertes Werft-und Hafenviertel), laut singende und tanzende afrikanische Jugendliche bis zu den frühen Morgenstunden, eine unglaublich schöne und lebhafte Gemeinschaft und einen Jahreswechsel mit Lagerfeuer und afrikanischen Liedern bei ca. 26-28 Grad. Es war einfach alles anders, als wir uns dachten.

Ein Höhepunkt und eine Herausforderung zugleich war es für uns, einen deutschen Abend zu gestalten. Mit großer Begeisterung übten unsere afrikanischen Freunde deutsches Vokabular ein und gestalteten ein Rap daraus, tanzten schreiend (ich übertreibe nicht) den „Boxstoptanz“ von Annika und Michal, rätselten laut bei den Quizfragen über Deutschland, waren aber auch ebenso still und mit dabei, als Anja Zeugnis über ihr Leben mit Jesus gab, wir zusammen Lieder sangen und beteten. Ich bin immer noch beeindruckt.

Soweto hat mich am meisten fasziniert. Die Lebensumstände zu sehen und sie für ein paar Tage zu mitzuerleben, war sehr intensiv. Wir haben bei den Ehrenamtlichen privat übernachtet und wurden auch von ihnen in die Museen, auf den afrikanischen Markt, in den Löwenpark und durch die Straßen von Soweto begleitet.

Jeder kennt jeden auf der Straße und wird gegrüßt. Verspätungen sind normal, aber dafür wird mit jedem geredet. Wenn wir uns um zehn trafen, dann hieß das nicht, dass wir um zehn losgehen. In Südafrika liegen die Prioritäten woanders. Es ist wichtig, miteinander zu kommunizieren und nicht von einem Termin zum nächsten zu rennen.

Ich bin wirklich tief beeindruckt von der Landschaft Südafrikas; von der südafrikanischen Geschichte und einem versöhnten Umgang damit; von der Geschichte und dem Durchhaltevermögen Nelson Mandelas; von der Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Menschen trotz all der Not, die sie erlebten und erleben und natürlich von ihrem Essen.

Gerne würden wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse weitergeben. Ihr könnt uns einladen und wir gestalten in eurem CVJM oder in eurer Gemeinde einen südafrikanischen Abend. Meldet euch einfach bei Andreas Frey in der Geschäftsstelle des CVJM Sachsen, er vermittelt euch dann weiter.

Stefanie Olsson

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